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AGG-Reform 2026: Mehr Schutz vor Diskriminierung – Risiken und Pflichten für Arbeitgeber

2 Min.

Ein Update für das AGG: Mehr Schutz vor Diskriminierung

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) bildet seit Jahren die Grundlage für den Schutz vor Diskriminierung im Arbeitsleben und im Zivilrecht.

Aktuell wird jedoch über eine Reform diskutiert, die den Schutz weiter ausbauen und an europäische Vorgaben anpassen soll.

Für Arbeitgeber lohnt sich ein frühzeitiger Blick auf die möglichen Änderungen.

Hintergrund der Reform

Die geplante Reform des AGG steht im Kontext europarechtlicher Entwicklungen und gesellschaftlicher Veränderungen.

Ziel ist es, bestehende Schutzlücken zu schließen und den Diskriminierungsschutz effektiver durchzusetzen. Gleichzeitig soll das AGG stärker an aktuelle Anforderungen angepasst werden.

Geplante Kernelemente der Reform

Die Reform befindet sich in der Diskussion. Dennoch zeichnen sich bereits zentrale Punkte ab:

Erweiterter Schutz im Zivilrecht

Der Schutz vor Diskriminierung soll ausgeweitet werden, insbesondere im Hinblick auf geschlechtsbezogene Benachteiligungen auch außerhalb klassischer Arbeitsverhältnisse.

Schutz vor sexueller Belästigung

Die Anforderungen an Prävention und Sanktionierung könnten verschärft werden, was höhere Anforderungen an interne Prozesse bedeutet.

Schwangerschaft und Mutterschaft

Der Schutz für Schwangere und Mütter soll weiter gestärkt und klarer geregelt werden.

Anpassung an EU-Recht

Das AGG soll stärker an europäische Vorgaben angepasst werden, insbesondere im Bereich Gleichbehandlung und Antidiskriminierung.

Längere Fristen

Es wird diskutiert, Fristen für die Geltendmachung von Ansprüchen zu verlängern, was die rechtliche Unsicherheit für Arbeitgeber erhöhen kann.

Weitere mögliche Anpassungen

Denkbar sind auch Änderungen bei Beweislastregeln oder bei der Durchsetzung von Ansprüchen.

Risiken für Arbeitgeber

Eine Reform des AGG kann für Arbeitgeber verschiedene Risiken mit sich bringen:

  • erweitertes Haftungsrisiko bei Diskriminierung 
  • höhere Anforderungen an interne Prozesse 
  • längere Zeiträume für mögliche Ansprüche 
  • gesteigerte Dokumentationspflichten 

Gerade unklare oder informelle Entscheidungsprozesse können hier problematisch werden.

Praxis-Tipp: Frühzeitig vorbereiten

Auch wenn die Reform noch nicht final beschlossen ist, empfiehlt sich eine frühzeitige Vorbereitung:

  • Überprüfung bestehender Richtlinien 
  • Sensibilisierung von Führungskräften 
  • klare Dokumentation von Entscheidungen 
  • Anpassung interner Prozesse 

Fazit

Die geplante Reform des AGG deutet auf eine weitere Stärkung des Diskriminierungsschutzes hin. Unternehmen sollten die Entwicklungen im Blick behalten und ihre Strukturen rechtzeitig anpassen, um Risiken zu minimieren.


Wenn Fragen zu diesem oder anderen Themen bestehen, kommen Sie auf uns zu – wir beraten Sie gerne.

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